Gründung
Der Fuhrbetrieb Lammers wird gegründet – mit Pferd und Wagen.
Erste LKW-Flotte
Der Fuhrbetrieb Lammers wird gegründet – mit Pferd und Wagen.
Neuer Standort
Umzug in ein modernes Betriebsgelände mit eigener Werkstatt.
ISO-Zertifizierung
Einführung eines zertifizierten Qualitätsmanagementsystems.
Warehousing
Aufbau von 20.000 m² Lagerfläche und moderner Lagerlogistik.
DEKRA-Stützpunkt
Zulassung als offizieller Prüfstützpunkt.
Digitale Logistik
Slotbooking, Assembling Center und digitalisierte Prozesse.
Geschichten aus fünf Generationen
Die Geschäftsführer und ihre Anekdoten
1887 – 1923
Josef Lammers
Geschäfstführung
Kötter Josef Lammers hatte in Münster auf dem Markt Ferkel verkauft. Und weil das so gut geklappt hatte dachte Lammers sich, Du kannst heute mal mit der Eisenbahn nach Hause fahren, das sitzt wohl drin. Er ging zum Bahnhof und kaufte sich eine Fahrkarte nach Altenberge. „Wann fährt der nächste Zug“, fragt er den Beamten. „ Es dauert noch über eine Stunde“, gab dieser ihm zur Antwort. „Was willst Du hier rumstehen“, dachte sich Lammers, „da kannst Du doch schon bis Kinderhaus laufen“ und machte sich auf den Weg, immer der Schiene entlang. Es dauerte nicht lange, da kam einer von der Bahnpolizei. „“Hier dürfen Sie nicht laufen und das kostet Sie jetzt einen Taler“. Da wurde Lammers aber groß „Was“, sagte er, „ich darf hier nicht laufen?“, und dabei zog er seine Fahrkarte aus der Westentasche: “Sieh hier, ich darf hier sogar fahren.“
1923 – 1959
Ludger Lammers
Geschäfstführung
„Gibt’s im ganzen Haus denn keinen gestandenen Kerl, der ein Automobil fahren kann?“, polterte der Chef der Siemens AG durch die münstersche Werkhalle. Betreten schauten die Anwesenden auf ihre Holzschuhspitzen.
Da hob ein klein gewachsener Jüngling mit krausem Haar schüchtern die Hand und bot dem ob dessen Ärgernisses leicht verstörten Chef an, ihm aus der Patsche zu helfen. Ungläubig starrten Chef, Meister und Gesellen auf das Bürschlein. „Wer bist denn Du?“, fragte der Chef. „Unser Lehrling Ludger Lammers“, antwortete der Meister.
Ob er, der Lehrling, ihn wohl heile nach Essen chauffieren könne? Tja, der nickte wohl zustimmend. Welche Erleichterung bei dem so ernsthaft gekleideten Städter. Schon wollte dieser den Dienstwagen besteigen, da kräuselte sich bei Ludger Lammers doch die Stirn: „Hm, eigentlich, ja fahren“ – das sei nicht so ganz wirklich das Problem, nur eben ein Führerschein, der fehle.
„Ne, ne“, sagte der Chef in höchster Not, „nu mach’ mal, dass wir hinkommen, dann gibt’s noch ’n Führerschein obendrauf für die Rückfahrt.“ – So kam’s denn auch. Und Ludger Lammers hatte für alle Zeiten einen Lappen – und der war sogar gültig.
1959 – 1997
Alfons Lammers
Geschäfstführung
DEILAMU!! – Es gab Zeiten, da war Arbeitskraft noch ein rares Gut: Als die drei Freunde Antonius Deiter, Alfons Lammers und Bernhard Multhoff eines Tages beim Bier in der Kneipe sitzen, kommt das Gespräch auf ein Zeitungsinserat. Darin suchte die Gemeinde einen Abrissunternehmer für ein baufälliges Gebäude in Altenberge. Doch auch nach dreimaliger Veröffentlichung hatte sich noch keiner gemeldet.
Unversehens beratschlagt, schnell einen Namen ausgetüftelt – fertig war das jungfräuliche Unternehmen „DEILAMU“! Mit vollem Glas und breitem Lachen besiegelten die jungen Männer die rosige Zukunft und übergaben am nächsten Tag der Gemeinde einen Bierdeckel: ebenjenes ausgebliebene Angebot zum Abriss. Urlaub nehmen, zupacken und pfiffig Geld verdienen! Das war die Devise.
Mit schwindender Höhe des maroden Bauwerks allerdings wuchs die Notwendigkeit einer Lösung unübersehbar – bis ein großer Brocken vom Dach erst durch die Erdgeschossdecke und dann durch den Boden brach. Durch den Boden? Wieso? Das Gebäude hatte keinen Keller! Verwundert schauten die drei „Spezialisten“ durch ein kreisrundes Loch in die unergründliche Tiefe eines Ziehbrunnens.
Warum in die Ferne schweifen, ist die Lösung doch so nah! Den Schutt in das Loch, das Holz und so mancher Rest verkauft – so war das Jungunternehmen des Jahres 1952: DEILAMU. Und die Handwerker vor Ort ärgerten sich sehr: Das hätten wir auch gekonnt – haha, ha’m wir ja gesehen …